Des Katers Wetterbilder

Seit einiger Zeit befindet sich unser Mensch einmal am Tag auf der Suche nach einem gelungenen Wetterbild. Dazu stapft er zu verschiedenen Uhrzeiten durch den Garten und manchmal leiste ich ihm dabei Gesellschaft und mache ihn lautstark auf ein passendes Motiv aufmerksam.

Hin und wieder missversteht er meine Bemühung und vermutet wohl, dass ich mich selber als Motiv anbieten möchte. Also tue ich ihm diesen Gefallen und schmeiße mich in diverse Posen

Manchmal wundere ich mich aber schon über das was er da so treibt. Sogar auf dem Boden liegt er rum, fotografiert durch Blumen, Blätter und Unterholz , betrachtet und beschnuppert die Blüten verschiedener Pflanzen. Um das näher zu Ergründen mache ich es ihm nach.

Wenn es mir aber mit ihm zu langweilig wird, verzichte ich auf die Suche nach dem perfekten Wetterbild und beschäftige mich wieder mit den wichtigen Dingen des Lebens … einer frischen Mäusefährte …

Das UFO

Da sitz ich doch neulich im Garten und beobachte sehr konzentriert die Insekten im Gras,

als sich die Dame vom Personal sehr bemüht, meine Aufmerksamkeit zu erregen. Wie so oft hat sie diesen schwarzen Kasten, den sie Kamera nennt vor ihrem Gesicht und gibt lustige Geräusche von sich, damit ich mal zu ihr rüber schaue,

da passierts:
Ein UFO durchquert den Garten, gefühlte Überflughöhe nur wenige Zentimeter über mein hübsches Kopfchen hinweg

 

 

Wäre es nicht so überraschend gewesen, ich hätte es bestimmt gefangen und gestellt! Nur für alle Eventualitäten setzte ich mal ein gefährliches Raubtiergesicht auf und mache damit unmissverständlich klar, das ich mich nicht von so einem UFO ins Boxhorn jagen lasse

Die Dame vom Personal lacht amüsiert und macht mich darauf aufmerksam, dass dieses außerirdische Ding zu guter letzt doch nur eine unserer immer wiederkehrenden Ringeltauben ist. Die sitzt nun gurrend im Kirschbaum und lacht sich ins Fäustchen. Aber aufgepasst, wer zuletzt lacht, lacht am besten! Und ein Täubchen lass ich mir gerne mal schmecken!

Katzenfernsehen

Mal wieder haben unsere Menschen sich was neues zu unserer Belustigung einfallen lassen: Seit heute haben wir Katzenfernsehen. Auslöser dafür ist nicht das besondere Angebot der hessischen Kabelfirma, sondern es ist der Tatsache geschuldet das es draußen nun früh dunkel und noch dazu kalt wird. Hmm, erklärt noch immer nicht den Kasten mit dem geblubber namens Aquarium. Dann muss ich etwas weiter ausholen. Draußen auf der Terrasse haben unsere Menschen ein altes Weinfass in einen kleinen Terrassenteich umgewandelt. Bepflanzt mit Seerosen und anderen Wasserpflanzen ein echtes Highlight – alles was zu einem echten Teich noch fehlt sind Fische! Zwei Baby-Goldfische werden kurzerhand aus dem Teich eines befreundeten Katze gefischt und in unserem Fass untergebracht.

Klein waren sie, vielleicht 1,5 bis 2 cm aber sie haben es zu einer stattlichen Größe gebracht. Beim rausangeln für’s Winterquartier sind sie schon fast 7cm von Maul bis Schwanzflosse. Jetzt schwimmen sie, die heißen übrigens Ernie und Bert, in einem kleinen Glaskasten und machen uns das Katzenfernsehen. Sogar ein paar Wasserpflanzen haben die schweigsamen Schwimmer bekommen, ein paar Wurzeln und so’n Blubberding namens Filter. Aber jetzt erzähl ich euch noch den Oberkracher: Damit die armen, kleinen Fische nicht so furchtbar alleine sind, bekommen sie zur Gesellschaft noch zwei kleine Welse, um genau zu sein asiatische Hummelwelse die Wallace und Gromit heißen und 4 kleine Chrystal Red Garnelen. Farblich auf die goldigen Goldfische abgestimmt – unglaublich oder? Naja, die Garnelen haben keine Namen bekommen, die waren auch nicht sehr lange in ihrem neuen zuhause! Nach nur ca. 15 min sind sie den gierigen Goldfischen zum Opfer gefallen – stellt euch vor: Die haben die kleinen, hübschen Garnelen einfach aufgesaugt und verspeist – diese bösartigen Killerfische! R.I.P. ihr kleinen Scheißerchen, hoffentlich musstet ihr nicht leiden. Unsere Dosis jedenfalls waren ziemlich blöd sind jetzt sehr traurig!

Neues vom Blog

Schaut mal her, wie groß ich schon geworden bin. Erkennt ihr mich denn nicht mehr, ich bin’s doch, das Pünktchen. Soll ich wirklich alles noch mal von vorne beginnen? Von meiner Entführung aus der Transportkiste im Tierheim Rüsselsheim erzählen??? Oder war es nicht eher die Befreiung in ein schöneres Leben mit Stiefgeschwistern und gemeinsamen Personal??? Wenn ihr vergessen habt wie alles begann, empfehle ich die Chronik ab November 2007 zu lesen, dort gibt es schöne Geschichten und Fotos von uns für alle anderen geht’s aktuell weiter:

 

Die steinerne Lisbeth

Lange nix mehr von uns gelesen, stimmts? Dann will ich mal überlegen welche Geschichte es wert ist in unserem Blog zu erscheinen. Vor längerer Zeit, ich glaube es war August, haben unsere Menschen Besuch bekommen, die etwas sehr merkwürdiges bei uns abgegeben haben. Ein ziemlich großer Kasten gefüllt mit Sand, eigenartig aussehendem Streu (da wollen wir auf keinen Fall ein Pipi rein machen) vielleicht so ähnlich wie Rindenmulch, nur nicht so stinkig und noch verschiedenen anderen Sachen die wir bisher nicht kannte. Ne ziemlich große Lampe war auch noch an der Decke von diesem Kasten befestigt. Wir glauben uns zu erinnern das man diese große Kiste Terrarium genannt hat und auch von Sonnenauf – und Untergang gesprochen wurde.

Also meinem Bruder Wahoo ist dieses Ding nicht geheuer und schreckt ihn sogar soweit, dass er der Sache noch nicht einmal auf den Grund gehen will. Geradezu schüchtern beäugt er das Ding und schleicht daran vorbei. Ikkie geht damit ganz anders um – sie ignoriert das Teil inklusive Inhalt vollständig. Wie es scheint, bin ich hier die Neugierigste und beschließe deshalb das Geheimnis zu lüften. Wenn’s dunkel ist passiert in der Kiste nix, aber wenn das Licht angeht und ein bisschen Zeit vergangen ist beginnt sich etwas in dieser Kiste zu bewegen. Zuerst dachte ich an einen laufenden Stein bis ich gesehen habe das er mich anschaut. Da Steine aber nicht kucken können, muss es ja etwas anderes sein – tierisch? wahrscheinlich? Schuppig, mit Krallen und etwas ältlich aussehend, auf dem Rücken nen Deckel aus Horn. Es entscheidet sich mich kennen zu lernen und eilt im „Schneckengalopp“ auf mich zu. Dabei dotzt es mit dem Horndeckel an die Glasscheibe. Das wummert ziemlich, aber es schützt mich vor ihrem möglicherweise gefährlichen Angriff. Ich lege mich vor den Holzkasten und rolle mich mit ausgestreckten Vorderpfoten auf den Rücken. Vielleicht kann ich sie dabei auch von unten ansehen, zusätzlich will ich dem merkwürdigen Wesen zeigen, das ich ihm freundlich gesonnen bin. Meine Dosenöffner sagen zu dem Ding „Schildkröte“ oder Lisbeth. Richtig kennen lernen kann ich die „steinerne Lisbeth“ erst bei einem Ausflug im Garten.

Dazu bezieht sie ein Außenterrarium ohne Boden, um Gras und Klee zu fühlen und sich im Sonnenlicht zu wärmen. Wenn die Menschin dabei ist, kann der wandelnde Stein auch frei durchs Gras schlendern und ich hab die Gelegenheit das Ding aus nächster Nähe zu betrachten. Auch ich scheine sie zu interessieren, denn sie geht immer wieder direkt auf mich zu und nimmt Kontakt zu mir auf, manchmal verfolgt sie mich sogar.

Sehr vorsichtig beschnuppere ich ihren kleinen Kopf und natürlich mit größtem Respekt befühle ich ihr steinernes Fell. Ich bin sicher, sie kann darauf meine Schnurrhaare nicht fühlen. Eine wirklich interessantere Erscheinung, die steinerne Lisbeth – aus den Gesprächen meiner Menschen heraus habe ich gelernt, dass ihre Art schon lange Jahre vor uns Katzen gelebt haben soll.

Möglicherweise ist das auch der Grund ihrer besonders langsamen Bewegungen, obwohl sie soooo alt nun auch nicht ausschaut. Ich möchte nur ungerne oberflächlich erscheinen, aber auf lange Sicht ist mir meine neue, steinerne Freundin mit ihrer dezenten Geschwindigkeit nicht reizvoll genug, deshalb verabschiede ich mich an dieser Stelle von ihr.

Auch vermisse ich ein etwas flauschigeres Fell. Natürlich darf sie noch ihre restlichen Urlaubstage bei uns verbringen und auch jederzeit wieder kommen- dazu lade ich sie sehr herzlich ein, – allerdings meine große Liebe wird sie nicht werden! – die hab ich ja in meiner Menschin und in Kater Hades schon gefunden. In tiefer Freundschaft, dein Pünktchen!

 

Neuigkeiten aus dem Revier

Hmm, was könnte man so alles erzählen? Fangen wir doch mit den Kleinigkeiten an!

Zuersteinmal möchte ich mal erwähnen, das auch ich das „Rein und Raus“ durch die Katzenklappe schon perfekt beherrsche. Hab ich mir bei den 3 Großen abgekuckt.

Dann hat wohl unser Kumpel Hades gedacht, was die kleine Findus kann, das kann ich erst recht! Also dann mal ab durch die Klappe, fix umgedreht und dann mal ausgiebig rausgeschaut.


Aber zur Info: Rein geht er nur wenn ein Stöckchen die Klappe aufhält – raus natürlich auch!

Und als jüngstes Familienmitglied bin ich jetzt auch unter die Baumbesteiger gegangen – das war allerdings noch vor meiner großen OP. Damit hab ch in kürzester Zeit schon alles erreicht was die Großen auch schon gemacht haben.


Mit großer Leidenschaft nerve ich meine Adoptiv-Geschwister und jage Pünktchen zu jeglicher Gelegenheit. Die bekommt schon Bachblüten zur beruhigung und ich bekomme geschimpft.

Letzte Woche war ich auf großer Fahrt: Fast bis an den Bodensee bin ich gekommen. Zur Katzenoma ging’s an Ostern. Die Fahrerei hat mich ziemlich genervt und ich hab meine Dosenöffner mit meinem gequengel fast schon gefoltert. Nach etwa einer Stunde konnt ich auf dem Schoß der menschin platznehmen und dann gings besser. Nettes Haus hat die Katzenoma und noch netteren Garten – vielleicht ein bisschen zu viele Zweibeiner, aber alle sehr nett! Dem jungen Pärchen hab ich mich erstmal zum kennenlernen quer über die vier Beine gelegt und somit dazu gezwungen an dieser Stelle sitzen zu bleiben.

Ich hab huuuunger!

Oh man, vielleicht gibt’s hier bald mal wieder was zu futtern! Schon seit gestern Abend sind plötzlich alle Futternäpfchen verschollen. Wo die wohl hingekommen sind? Meckern kann ich auch soviel ich will, es wird einem einfach nix hingestellt. Die Hungerfantasien die sich wärend der letzten Nacht bis in die frühen Morgenstunden verschärfen qüälen mich schon sehr. Mittlerweile verdächtige ich sogar meine Ersatzgeschwister Pünktchen und Wahoo des Diebstahls an Napf und Futter und revangiere mich mit kräftigen Pfotenhieben und unwilligem gefauche. Ikkie lässt sich nicht beeindrucken, die schläft den Schlaf der Gerechten und kommt mir deshalb nicht in die Quere. Um 8:30 Uhr klingelts an der Wohnungstür und während ich noch denke es sei der Postbote mit einem fetten Futterpaket von Zooplus unterm Arm, schnappen mich die Hände der Dosenöffnerin und schwubs sitze ich schon in der Transportkiste und werde in ein fremdes Auto verladen. Jetzt geht’s schon wieder zu diesem Medizinmann – kaum angekommen werde ich der Dosenöffnerin mitsamt der Transportkiste aus der Hand genommen und irgendwo hinter den Katakomben zum wiegen gebracht. Gesehen hab ich meinen Menschen danach nichtmehr, nur noch gehört- aber mein jammern hat sie nicht zu mir zurück gebracht.

So gegen 12.30 Uhr bekommt sie dann den elösenden Anruf – alles ist okay und die OP ist eigentlich gut verlaufen. Eigentlich!!! Nur war sie größer als erwartet. Der Tierarzt erzählt noch meine  grausige OP-Geschichte. In meinem kleinen Körper hatten es sich schon 3  Babies bequem gemacht, die aber schon früh in der Entwicklung gestorben aber nicht abgegangen sind.  Mein Körper war aber weiterhin auf „Schwanger“ programmiert, daher könnte auch mein Heißhunger und damit mein Übergewicht kommen. Gut das all diese Dinge bei der bevorstehenden OP aufgefallen sind, sonst wäre ich noch an einer innerlichen Vergiftung gestorben.

Um 17.30 holt mich meine Dosi ab, ich bin noch immer total weggetreten! Der Doc und seine Assistensärztin erklären nochmals genauer was sie mit mir getan haben. Bauch rasieren, Ultraschall, Narkose, aufschneiden – staunen! Wo kommen  denn die 3 toten Babies her? Größerer Schnitt, tiefere Narkose, Antibiotika, zunähen mit selbsauflösendem Faden, Einsprühen mit Silberspray … ich glaube die Reihenfolge stimmt nicht, aber das ist auch nicht so wichtig. Jetzt gehts ab nach Hause. Dort bekomme ich nen Platz im Bett (natürlich mit der Transportkiste) und mein Mäulchen wird mit Wasser benetzt. Die Nacht bleibt unruhig erst in den frühen Morgenstunden werde ich ruhiger. Gegen 8 Uhr am Morgen könnte ich ein halbes Pferd und ein Fass Senf verschlingen. 36 Stunden warte ich schon  auf was essbares und jetzt ist es wohl soweit. Doch zuvor will die Dame des Hauses noch mein Gangbild überprüfen. Im Badezimmer öffnet sie das Türchen der Tranportbox und ich schwanke hinaus… wo ist denn nun mein Näpfchen? alle meine Gedanken drehen sich ums Fressen. Alle ihre Gedanken drehen sich aber ums Wassertrinken. Nach ca. einer Stunde hat sich mein Schwindelgefühl schon fast verabschiedet und endlich bekomme ich auch etwas zu futtern. Damit ist schon alles andere vergessen.

Es lebe der neue Tag!